FAQs – Fragen zu Estrich und Fussbodenheizung 2017-04-18T15:31:30+00:00

       FAQ

Erstellen Sie auch individuelle Angebote? 2017-04-18T15:28:27+00:00

Ja, da Ihre Zufriedenheit bei uns höchste Priorität hat, erstellen wir Ihnen gerne ein individuelles Angebot der von Ihnen gewünschten Fußbodenheizung. Kontaktieren Sie uns per E-Mail, Fax, Post oder rufen Sie uns an.

Was ist eine Estrich Bewehrung? 2016-05-23T14:13:16+00:00

Eine Bewehrung ist eine Maßnahme zur Sicherung der Dauerhaftigkeit und Gebrauchstauglichkeit der gesamten Fußbodenkonstruktion.

Während des Abbindeprozesses entstehen im Mörtel Spannungen (Schwinden), die unweigerlich zu einer Rissbildung führen. Ohne ausreichende Bewehrung werden hierbei große Risse (Rissweite und Eindringtiefe) gemessen, die das Gefüge nachhaltig schädigen können (Höhenversatz der Rissflanken) und im Fußbodenbelag, besonders bei Stein- und Keramik Belägen zu sichtbaren Schäden führen. Mit ausreichender Bewehrung werden die Rissbreiten und Risstiefen auf feinverteilte und unbedenklich kleine Risse beschränkt sowie das Versetzen der Rissflanken vermieden.

Aus Gründen der Nachhaltigkeit und Dauerhaftigkeit sollte bei Zementestrichen und besonders bei schwimmenden Estrichen immer die Notwendigkeit einer Bewehrung in Betracht gezogen werden.

Kann die Trocknung des Estrichs Beschleunigt werden? 2016-05-23T13:36:45+00:00

Ja, mit Zusatzmitteln!

Estrichbeschleuniger wirken weitgehend unabhängig von den Witterungseinflüssen wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit, weil sie direkt den Hydratationsprozess beeinflussen. Nötig ist nur eine Temperatur, die über 5 Grad Celsius liegt. Darunter ist die Abbindung von Zement nicht möglich. Ist diese Vorgabe erfüllt, kann der Handwerker die Belegreife auf den Punkt genau einstellen. Die Belegreife ist je nach Dosierung von Beschleunigern nach drei Tagen möglich. Häufigste Anwendungen sind fünf, 14 oder 21 Tage.

Weil der Vorgang so stark beschleunigt wird, müssen Sand und Zement genau passen, der Kleber muss auf die Sieblinie des Zuschlagstoffes angepasst sein. Nur so können sich Füllstoff und Zement mit Hilfe des Wassers optimal und im gewünschten Tempo miteinander verbinden. Sind diese Voraussetzungen erfüllt und wir ein guter Beschleuniger benutzt, weist der Estrich eine um etwa 30 Prozent höhere Festigkeit auf, als traditionell verlegte Böden.

Bei Fragen rufen Sie uns gern unter 0511/600 41 870 an oder nutzten Sie unsere Kontaktformular.

Was ist Heizestrich? 2016-05-23T13:36:59+00:00

Eine Art von mineralischem Estrich-Fußbodenaufbau, der mit Heizelementen versehen ist, bezeichnet man als Heizestrich. Ein Heizestrich kommt häufig in Kombination mit Fußbodenheizungen zum Einsatz.

Als Heizmedium verwendet man in erster Linie mit Warmwasser befüllte Rohre. Alternativ gibt es aber auch die Möglichkeit elektrische Heizmatten zu benutzen.

Bei der Mehrzahl der Systeme liegen die Rohre des Heizestrich im Estrichquerschnitt. Während sich im Gegensatz dazu die Heizmatten in vielen Fällen unterhalb der Estrichplatte befinden. Die Heizungsrohre des Heizestrich werden auf einem Gitter befestigt oder alternativ auf einer festen Unterlage oberhalb von der Dämmschicht.

Die Heizrohre müssen zum Zeitpunkt der Estrichverlegung unbedingt mit Wasser gefüllt sein. Nur so lassen sich eventuelle undichte Stellen erkennen und sofort beheben. Heizestriche werden in aller Regel als Zementestriche oder Fließestriche aufgebracht.

Da sich der Heizestrich durch Erwärmung ausdehnt, ist es wichtig, dass dieser keinen unmittelbaren Kontakt zu tragenden Bauteilen hat. In der Konsequenz heißt das, es ist ein schwimmender Erstrich zu verwenden. Dessen Randstreifen auch etwas dicker als regulär sein sollte. Man nimmt eine ungefähre Dicke von 10mm an.

Trocknet der Estrich im Sommer schneller? 2016-05-23T13:37:18+00:00

Ausgerechnet im Sommer erwarten manche Bauherren eine schnellere „natürliche“ Trocknung bei Temperaturen über 20°C. Trotz ausgiebigen Lüftens dauert es trotzdem ewig, bis vor allem der Estrich trocken ist. Der Grund ist die im Sommer häufig wirkende hohe Luftfeuchtigkeit. Unter naturgesetzlichen Gesichtspunkten wird es einleuchtend: Die warme Luft kann kaum noch Feuchtigkeit aus dem Haus aufnehmen, da sie selbst mit Wasserdampf gesättigt ist.

Im kühlen Keller mit Temperaturen um 10-15°C ist es noch gravierender: Die einströmende warme und feuchte Sommerluft verursacht auf den kalten Kellerwänden die Tauwasserbildung mit der Gefahr von Schimmelbildung (und Schimmel kann unter für ihn „günstigen“ Bedingungen innerhalb von 10 Tagen anfangen, sich zu entwickeln).

Wie lange braucht ein Estrich um zu trocknen? 2017-03-01T15:21:05+00:00

In Neubauten ist die Feuchtebelastung (Restbaufeuchte) höher als in älteren Bauten (vorausgesetzt, es liegen keine Baumängel im Altbau vor). Einerseits geben viele Baustoffe die gebundene Feuchtigkeit nur langsam ab, andererseits führt die hohe Abdichtung der Neubaukörper entsprechend der Wärmeschutzverordnung gegenüber Altbauten dazu, dass keine Feuchtigkeit mehr nach außen entweichen kann.

Frischer Beton beispielsweise enthält etwa 200 bis 300 Liter Wasser je Kubikmeter, Anhydrit-Fließestrich mit einer Stärke von 4 cm ca. 800 Liter Wasser auf 100 m², was fast 200 Liter Wasser auf einen Kubikmeter entspricht; Zementestrich etwa 20% weniger.

Hier die Faustformel:

Pro Zentimeter Estrichstärke muss man 1 Woche Trocknungszeit rechnen, ab dem 5. Zentimeter die Zeit zum Quadrat. Daraus ergibt sich bei beispielsweise 7 cm Estrichstärke:

4 cm =  4 Wochen 5-7 cm = 3 cm zum Quadrat 3×3 = 9 Wochen; 9+4=13; insgesamt also 13 Wochen plus 1 Woche Ruhen bei Zementestrich.

Bei einer Estrichstärke von 6 cm würde die Trocknungszeit entsprechend 8 Wochen betragen (plus Ruhephase).

Estrichstärke 6 Zentimeter dauert also ca. 8 Wochen; nur 1 cm mehr 13 Wochen! (plus Ruhephase)